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Artikeldatum: 23. 06. 2011

Zwei Sonderausstellungen zum Elbhangfest

Joachim Merbitz – »tagebau elbtal«

  • 23.–26. Juni 2011; Do–Fr 10 –18 Uhr, Sa & So 10 –19.30 Uhr
  • Westflügel der Orangerie Pillnitz

Über ein Jahr lang hat der Dresdner Maler und Grafiker Joachim Merbitz den Blick von der Dachterrasse des Lingner-Schlosses auf das Dresdner Elbtal in Öl auf Holz festgehalten. Er wählte dafür ein ungewöhnliches Panoramaformat, das der Weite und Unbegrenztheit der vor ihm liegenden Natur zu entsprechen versucht.

Entstanden sind Einzelbilder, aber auch Diptychen und Triptychen mit einer Länge von bis zu 7,5 Metern. Dies ließ sich nur bewältigen, indem der Maler eine eigens dafür angefertige Staffelei am Geländer der Dachterrasse befestigte, die es ermöglichte, den Blick des Btrachters von einen Elbknie auf der Höhe des Fernsehturms bis zum anderen Elbknie auf der Höhe der Waldschlößchenbrücke einzufangen und gleichzeitig malerisch zu bewältigen. Er sezierte die Landschaft, indem er weitestgehend auf die Darstellung der städtebaulichen Details verzichtete und die Landschaft auf ihre unbebaute Ur-Form zurückführte.

Über viele Monate hinweg ist es dem Künstler gelungen, die Landschaft wie in einem Tagebau in einzelne Schichten zu zerlegen und ihr immer mehr auf den Grund zu gehen. Die jahreszeitlich bedingten Wechsel von Farbtönen und Stimmungen, aber auch die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse, unter denen der Künstler gemalt hat (im Winter mit Fausthandschuhen) fließen in seine Wahrnehmung ein. Es gelingt Joachim Merbitz, ein immer wiederkehrendes Motiv auf diese Art und Weise ständig neu zu interpretieren. Wie als Erinnerung an die zivilisatorische Überformung, der sich die Landschaft unterwerfen musste, ragen einzelne Türme, Kirchen und Brücken hervor, die spielerisch in den Raum gesetzt werden.

Die Panoramen der Werkgruppe »tagebau elbtal« zeigen nicht die intensive Auseinandersetzung des Malers mit dem Stadtraum und dem Dresdner Umland, sondern auch seine Vorliebe, vor der Natur zu malen und die Gemälde anschließend in Objektform zu präsentieren, um sie in den Innenraum hineinzubewegen und für den Betrachter erfahr- und greifbar zu machen.

»Ansichtssache«

  • Do–So; 10–18 Uhr
  • Ostflügel Bergpalais

»In jedem Menschen steckt ein Künstler« – Wie oft bleibt er unentdeckt. Malen, Ausstellen, sich dem Betrachter stellen und einmal mehr erfahren: Alles ist Ansichtssache. Die aber sollten Sie sich ansehen!

Arbeiten von Jana Arloth, Gisela Backe, Claudia Cyffka, Hansjörg Dehnart, Hans-Ulrich Frey , Holger Friebel, Franziska Hantzsch, Renate Kempe, Titus Neupert, Elke Ressel, Martina Rossa, Gabriele Woldt, Petra Zimmermann

Idee und Gestaltung: Ute Arloth

  • Zugang über die Freitreppe Ostflügel
Ausstellung Merbitz-2

Ausstellung Merbitz-2

Blick in die Ausstellung »tagebau elbtal«

Ausstellung Merbitz-3

Ausstellung Merbitz-3

Blick in die Ausstellung »tagebau elbtal«

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